Nachkriegszeit

Die Generalversammlung von 1948 bringt einen erneuten Wechsel der Vereinsführung mit sich. Die 50 Anwesenden wählen Karl Blümlein zum neuen Vorstand. Ihm steht aber Hartmann weiterhin als Kommandant zur Seite. Auf der Versammlung ernennt man auch Georg Paulus und Karl Gräf zu Ehrenmitgliedern. Ein weiteres Ehrenmitglied erhält die Wehr durch Felix Wurzel. Vor seiner Vertreibung war er der Stadtkommandant von Kattowitz. Nun steht er der Gründlacher Wehr beratend zur Verfügung. Ihm verleiht die Versammlung am 6. Januar 1950 die Würde des Ehrenkommandanten. Wie zu vielen anderen Versammlungen oder übungen, so durfte man auch bei dieser Versammlung Kreisbrandinspektor Georg Schwab aus Rehdorf begrüßen. Dieser bringt auch die Spritze aus Stadeln wieder zurück nach Großgründlach. Allerdings erfordert ihre Instandsetzung einen Betrag von 1200 D-Mark (DM).

In den Abendstunden des 12.Mai 1950 eilt eine Nachricht durch den Ort: Kommandant Hartmann ist tödlich verunglückt. Das war ein sehr schwerer Schlag für die Wehr. Bemerkenswert ist, dass Hartmann im gleichen Grabe beigesetzt wurde, in dem schon der Gründer der Feuerwehr Johann Schultheiß begraben liegt. Als neuen Nachfolger wählt man Georg Böhm. Zu dieser Zeit wird auch der schlechte Zustand des Reutleser Spritzenhäuschens bedauert. Gleichzeitig plante man aber den Bau eines neuen in Kleingründlach. In dieser Zeit erhob die Gemeinde von jedem Bürger, der nicht bei der Feuerwehr aktiv war, eine Feuerschutzabgabe von jährlich 4 DM.

Nach 35-jähriger Tätigkeit legt Johann Fischer sein Amt als Protokollführer nieder. Als Nachfolger erhielt Ulrich Friedrich aus Kleingründlach die Bücher aus der Hand von Vorstand Karl Blümlein überreicht. In seiner ersten Aufzeichnung berichtete Friedrich vom schlechten Zustand des Gerätehauses in Gründlach. „Regen und Schnee hätten freien Zugang“. Weiter berichtete er von den Wünschen der Vereinsführung um den Bau eines Schlauchturmes, den aber der Gemeinderat rundweg ablehnte. Ein kleiner Lichtblick tat sich auf, als die Gemeindevertreter versicherten, die diesjährige Feuerschutzabgabe ganz für die Bedürfnisse der Wehr zur Verfügung zu stellen. So konnten wenigstens einige neue Uniformen und Mützen angeschafft werden.

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